Geduldsprobe im Düsseldorfer Flughafen

Im Wartebereich des Düsseldorfer Flughafen stehen schwarze Lederbänke

Entspannung, gute Laune und vielleicht einen kleinen Sonnenbrand – Das verbinden wir in der Regel mit einem tollen Urlaub. Wäre da nur nicht die Hinreise. Stau auf der Autobahn und verspätete Züge lassen die Fahrt zum Ferienort oft zur Geduldsprobe werden. Beim Fliegen ist das nicht anders. Mit neun Stunden Wartezeit habe ich diesen Sommer meinen persönlichen Rekord auf einem Flughafen aufgestellt.

Wer in solchen Fällen seine Kamera dabei hat, kann die Zeit gut nutzen. Der Flughafen bietet tolle Motive zuhauf. Nicht nur das Rollfeld mit seinen Follow-me-Cars und den startenden Flugzeugen bietet sich dafür gut an, auch die Abflughalle mit den Check-In-Schaltern hält viele Möglichkeiten für schöne Aufnahmen bereit. Diese Sesselreihe habe ich bei einer Fototour im Düsseldorfer Flughafen fotografiert. Der hohe Kontrast resultiert vor allem aus der Langzeitbelichtung und gibt dem Bild eine markante Note. Wer noch mehr spannende Fotolocations in Düsseldorf anschauen möchte, sollte dies einmal unter „Locations in Deutschland“ tun. Dort sind nicht nur der Düsseldorfer Medienhafen und die berühmte Rheinkirmes aufgeführt, sondern auch eine U-Bahnstation, die sich als Fotomotiv mehr als eignet.

Fototipps zur Langzeitbelichtung

Daten zur Aufnahme
Brennweite: 28mm
Blende: f/10
Verschlusszeit: 10,0 Sek.
ISO: 100

Langzeitbelichtungen haben einen entscheidenden Vorteil: Sie lassen alles, was sich relativ schnell bewegt, nahezu verschwinden. Während ich die Aufnahme in der Wartehalle gemacht habe, sind mehrere Personen durchs Bild gelaufen, die aber hinterher alle nicht mehr zu sehen sind. Lange Belichtungszeiten können auch Lichter besonders hervorheben. Oft sieht man das bei Straßenlaternen, die nachts fotografiert werden. Dort, wo die Glühbirne sitzt, bildet sich auf dem Foto nur noch ein heller Stern mit eindeutigen Zacken ab. Das bekommt man bei Langzeitbelichtungen aber nur hin, wenn man die Blende etwas schließt. Bei Offenblende ist es eher unwahrscheinlich, dass sich solche Sterne bilden. Alternativ dazu gibt es auch spezielle Filter die, wen wunderts, Sternfilter heißen und ganz gezielt den Effekt hervorrufen.

Über den Autor

Jonas

Seit dem ich vor über 13 Jahren das erste Mal eine Kamera in der Hand gehalten habe, wächst meine Leidenschaft für die Fotografie mit jedem Tag. Inzwischen begleite ich sogar jedes Jahr viele Hochzeitspaare bei ihrem großen Tag und halte ihre Erinnerungen fest.

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