Oft sieht man professionelle Fotografen mit riesigen Kameras hantieren. Dabei sind ihre Geräte meist genauso lang wie breit und es sieht gleich aus wie eine der über 4.000 Euro teuren Spitzenmodelle Canon EOS 1D X oder Nikon D1. Doch oft täuscht der erste Eindruck und auf den zweiten Blick wird deutlich, hier kommt ein Batteriegriff zum Einsatz. Dieses Fotozubehör macht die Kamera zwar sehr viel größer und viele Colttaschen sind darauf nicht ausgelegt, sodass gleich eine neue Kameratasche her muss. Doch solch ein Batteriegriff hat enorme Vorteile, die dieses Platzproblem problemlos ausgleichen.

Pentax-Kamera mit Batteriegriff

Alles dabei mit dem Batteriegriff

Wie der Name schon verrät, ist der Batteriegriff vor allem für eines da: Er sorgt für eine sehr viel längere Betriebslaufzeit, da er Platz für einen zweiten Akku bietet. Dabei ermöglicht der Batteriegriff nicht nur die Lagerung dieses Energiespeichers, sondern verbindet diesen in den meisten Fällen direkt mit der Kamera, sodass diese beide Akkus gleichzeitig ansprechen kann. Zwar braucht sie im Normalfall immer nur die Energie des einen, sollte der aber leer gehen, steht gleich der andere Energiespeicher parat und kann im laufenden Betrieb die Versorgung übernehmen. Das ist vor allem für längere Videoaufnahmen sehr interessant, da es so keine Unterbrechung durch den Akkuwechsel gibt.

Batteriegriffe nach Hersteller
Canon: BG-E7, BG-E8, BG-E9, BG-E11
Nikon: MB-D10, MB-D12, MB-D200
Pentax: D-BG3, D-BG4
Sigma: PG-21, PG-31

Wer gerne verreist und dabei auch mal in Länder ohne Stromversorgung kommt, wird Batteriegriffe sehr zu schätzen lernen. Viele Varianten bieten die Möglichkeit, alternativ zum Standard-Akku der Kamera auch normale Batterien einzusetzen. Diese sind sehr viel preiswerter als viele Ersatzakkus und lassen sich auch im Jungel oder auf dem Mount Everest gut transportieren. Häufig bieten Kameras auch die Möglichkeit zu bestimmen, welcher Akku zuerst verbraucht werden soll. Hier ist es empfehlenswert, das leistungsstärkere Modell im Batteriegriff zu lagern und zuerst verbrauchen zu lassen. Billige Ersatzakkus kommen dann in die Kamera und werden nur verwendet, wenn die Hauptenergiequelle leer ist. Der Vorteil ist hierbei, dass der Akku im Batteriegriff leichter zu wechseln ist als der Akku in der Kamera, den man meist nur tauschen kann, wenn der ganze Kameragriff abgeschraubt wird.

Ein auseinandergebauter Batteriegriff mit Speicherkarte und Ersatzakku

Neben dem Ersatzakku bietet der Batteriegriff manchmal auch die Möglichkeit, andere nützliche Gegenstände zu lagern, beispielsweise eine Ersatzspeicherkarte. Hierbei kommt es aber immer auf den Hersteller und die Version an und wer auf solche nützlichen Gadgets nicht verzichten möchte, sollte sich vorher genau informieren. Insgesamt ist der Batteriegriff also ein unglaublich nützlicher Speicher und ist er einmal an der Kamera, hat der Fotograf die wichtigsten Dinge, die leer (Akku) oder voll (Speicherkarte) gehen können, direkt am Mann.

Bessere Haltung mit dem Batteriegriff

Zwar ist der Lagerplatz für Akku und Speicherkarte im Batteriegriff meist das wichtigste Argument für solch ein Fotozubehör, doch vernachlässigen viele Fotografen oft dessen Hilfe beim Fotografieren selbst. Neben dem Akkuschacht verfügen diese Griffe auch immer über einige der wichtigsten Funktionen einer Kamera – beispielsweise den Auslöser oder den AF-Knopf. Vor allem bei Aufnahmen im Hochformat zeigt der Kameragriff jetzt seine richtigen Vorteile. Hier braucht der Fotograf nicht umständlich den Arm zu verdrehen, sondern kann genauso wie im Querformat fotografieren. Dadurch wird das Shooting nicht nur sehr viel angenehmer, es besteht auch weniger die Gefahr einer Verwacklung.

Der Batteriegriff bietet für Fotografen also sehr viele Vorteile, von der erweiterten Akkulaufzeit über den Platz für eine zusätzliche Speicherkarte bis zum entspannten Fotografieren im Hochformat. Diese Flexibilität ist die zusätzliche Größe in jedem Fall wert.