Facebook-TeaserAls Fotograf eine Facebook-Seite zu betreiben ist in den meisten Fällen eine sinnvolle Idee. Facebook hat für Fotografen den Vorteil, dass man hier so ziemlich alle Formate einbinden kann, die man möchte – von Bildern über Videos bis hin zu komplexen Grafiken und Links. Hier ist es zudem möglich, sogar eigene kleine Apps zu programmieren, die anderen Fotografen bei ihrer Arbeit helfen können. Zudem ist Facebook für Fotografen gerade auch deshalb interessant, weil es ganz gezielte Werbung zulässt. Hier ist es möglich, sehr spezielle Zielgruppen zu definieren, um das Marketingbudget so effizient wie möglich einzusetzen.

So legt man als Fotograf eine Facebook-Seite an

Eine Facebook-Seite für Fotografen anzulegen ist gar nicht schwer. Das einzige, was man dazu benötigt, ist ein privates Nutzerprofil, an das die Seite angeschlossen wird. Jetzt sind es nur wenige Klicks bis zur eigenen Fotografen-Seite:

Facebook-Seite erstellen

1. Schritt: Zunächst muss der Erstellungsprozess eingeleitet werden. Dazu klickt man in seinem bestehenden Facebook-Profil rechts oben auf den Pfeil, der das Menu unter anderem zum Abmelden öffnet. Hier gibt es als erstes den Punkt „Seite erstellen“, der an dieser Stelle wichtig ist.

2. Schritt: Als erstes stehen verschiedene Kategorien für Facebook-Seiten zu Auswahl. Hier gibt es beispielsweise die Möglichkeit, eine Präsenz für ein lokales Unternehmen oder eine Marke zu erstellen. Auch gibt es die Kategorie „Unterhaltung“, wo Fans von Schauspielern, Fußballclubs und ähnlichem richtig sind. Jede dieser Kategorien hat ihre Vor- und Nachteile, wobei für eine Fotografen-Facebook-Seite die Kategorie „Künstler, Band oder öffentliche Person“ am wichtigsten ist. Einzige Ausnahme sind solche, die ein eigenes Fotostudio besitzen und an diesen Ort gebunden sind. Hier empfiehlt es sich, die Kategorie „Lokales Unternehmen“ zu wählen, da hier explizit nach einer Adresse gefragt wird. Hat man nun die Kategorie „Künstler, Band oder öffentliche Person“ ausgewählt, sollte im Untermenu „FotografIn“ eingetragen werden. Im Feld darunter bietet sich die Möglichkeit, noch eine prägnante Beschreibung hinzuzufügen, die dann unmittelbar am Kopf der neuen Facebook-Seite steht.

Kategorie-ausgewaehlt

3. Schritt: Nach der Kategorie-Auswahl geht es ans Eingemachte. Zunächst gilt es, eine konkrete Beschreibung der Seite zu ergänzen. Hierfür stehen 150 Zeichen zur Verfügung, man muss sich also kurz fassen. Wem es hier gelingt, in ein bis zwei kurzen Sätzen den Inhalt seiner Seite darzustellen, ist auf dem richtigen Weg. Zusätzlich dazu sollte die URL der eigenen Website im Feld darunter eingefügt werden, falls es hier denn eine gibt.

Info-einfuegen

4. Schritt: Das Profilbild ist mit Abstand das wichtigste Wiedererkennungsmerkmal einer Facebook-Seite für Fotografen. Daher sollte diesem Schritt genügend Aufmerksamkeit gewidmet werden. Ein gutes Profilbild muss in allen Größen funktionieren, da es je nach Kontext sehr klein dargestellt wird. Von daher sollte das Bild keine kleinen Details beinhalten, sondern muss relativ grob daherkommen. Hier eignet sich ein bestehendes Logo sehr gut, ein Portrait des Fotografen ist ebenfalls eine Möglichkeit. Auch kann hier (mit entsprechender Erlaubnis des Models) ein besonders gutes Foto eines Shottings eingefügt werden, sodass hier direkt das eigene Können gezeigt wird. Aber auch hier gilt, dass es ein auch auf kleinen Größen gut erkennbares Foto sein muss. Am besten ist es, wenn das Profilbild im Format 180 x 180 Pixel hochgeladen wird. So vermeidet man eine nachträgliche Komprimierung durch Facebook, was immer mit einer Qualitätsminderung einhergeht. Auch muss das quadratische Format eingehalten werden, da Facebook nur dies erlaubt.

Profilbild-hinzufuegen

5. Schritt: Als letztes muss die bevorzugte Seitenzielgruppe definiert werden. Hierbei steht zum einen die Region, zum anderen demografische Merkmale wie Alter und Geschlecht zur Disposition. Wer plant, seine Posts nur auf Deutsch zu veröffentlichen, sollte nur Österreich, Schweiz und Deutschland auswählen. Wird die Fotografen-Facebook-Seite dagegen auch englische oder anderssprachige Beiträge beinhalten, können weitere Länder hinzugenommen werden. Beim Alter sollte sich jeder selbst überlegen, welche Zielgruppe er oder sie ansprechen möchte. Als Hochzeitsfotograf wäre dies beispielsweise 20 bis 40 Jahre. Der letzte Punkt bietet die Möglichkeit, die Interessen der potenziellen Zielgruppe näher zu definieren. Hier sollte neben Fotografie, Bildbearbeitung und ähnlichem auch Begriffe genommen werden, welche die Zielgruppe treffend beschreiben. Bei unserem Beispiel der Hochzeitsfotografie wäre das entsprechen „Hochzeit“, „Liebe“, oder „Ehe“.

Bevorzugte Seitenzielgruppe

Facebook gekonnt als Fotograf nutzen

Nachdem ein Profil erst einmal angelegt ist, geht es mit der eigentlichen Arbeit los. Hier gibt es bei Facebook gegenüber anderen Social Media-Kanälen einige Feinheiten, die beachtet werden sollten. So bietet die Plattform die Option, Beiträge vorzuplanen. Diese werden dann an einem bestimmten Termin eigenständig veröffentlicht und brauchen nicht manuell gepostet zu werden. Das planen von Beiträgen eignet sich besonders gut für Situationen, in denen man nicht selbst die Posts absenden kann, beispielsweise im Urlaub oder während eines langen Shootings.

Anders als beispielsweise bei Twitter filtert Facebook die Posts, welche in der Timeline von privaten Nutzern angezeigt werden. So bekommt jeder von meist mehreren tausend möglichen Beiträgen immer nur wenige hundert zu sehen. Wer erreichen möchte, dass seine Posts auch in vielen Fällen angezeigt werden, sollte auf Videos setzen (Stand September 2015). Diese werden gegenüber allen anderen Formaten wie Links, Bilder oder reine Text-Beiträge bevorzugt behandelt und haben die größte Chance, auch die Follower zu erreichen. Dabei reicht es nicht, lediglich einen YouTube-Link zu posten. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Videos tatsächlich in Facebook hochgeladen werden.

Wie bekomme ich als Fotograf viele Likes auf Facebook?

Auf allen Social Media-Plattformen gibt es eine ganz eigene Währung: Follower. Sie sind augenscheinlich das Wichtigste und jeder versucht, so viele wie möglich zu bekommen – manche auch mit allen Mitteln. Hier sei zunächst ein kritisch angemerkt: Fans kaufen bringt überhaupt nichts! Diverse Internetportale werben damit, für vergleichsweise geringe Beträge tausende von angeblich „echten“ Fans auf die eigene Seite zu bringen, die dann alle einmal „Gefällt mir“ drücken. So sieht das Facebook-Profil gleich viel wichtiger und größer aus, als es tatsächlich ist. Was aber nicht mitgekauft wird sind Interaktionen, also Kommentare zu den Beiträgen, Shares oder Likes. Und einzig darauf kommt es an. Posts, die viele Interaktionen aufweisen, werden im Facebook-Algorithmus besser gerankt und bringen das Profil voran – gekaufte, inaktive Fans dagegen überhaupt nicht.

Aber wie bekommt man denn jetzt die echten, wertvollen Fans? Das ist zunächst erst einmal harte Arbeit. Am besten versucht man als Fotograf, die eigene Facebook-Seite überall zu bewerben – in der Familie, bei Freunden, auf der eigenen Website (wenn vorhanden), etc. Wenn diese Maßnahme dann die ersten Likes eingebracht hat, geht man einen Schritt weiter und versucht, fremde Personen für das Profil zu gewinnen. Das geht zum einen über Ads, also Bezahlwerbung, zum anderen aber auch über ein aktives Verhalten innerhalb von Facebook. Schaue dich in Gruppen um, die eigens für Fotografiethemen erstellt wurden und poste dort interessante Kommentare. Achte dabei darauf, dass dein Anzeigebild den anderen Gruppenmitgliedern direkt zeigt, dass sie auf deinem Profil spannende Informationen erwartet, sodass sie bei deinem Beitrag direkt auf das Profilbild klicken. Auch gibt es Gruppen, deren einziger Inhalt es ist, Profile von Fotografen vorzustellen. Hier kann ebenfalls das eigene Profil vorgestellt und auf einige Likes gehofft werden.

Die meisten Likes wird man aber nur durch eins erreichen: guten Content. Wer erst einmal ein paar Follower gesammelt hat, kann zu Recht darauf hoffen, dass sie guten Content teilen und weiterempfehlen. Also ist es am Fotografen selber, interessante Links, Beiträge, Bilder und Videos bei Facebook zu posten, um so über lange Zeit interessierte und vor allem langfristige Follower zu bekommen.