Rehe im Park mit großen AugenAuch wenn die Fotografie als eine große Kunst zählt, so verbergen sich dahinter doch inzwischen oft zwei verschiedene, umfangreiche Fähigkeiten: Da ist der Fotograf, der durch den Sucher die Bildkomposition anordnet, Blende sowie ISO und Verschlusszeit bestimmt und wenn alles passt den Auslöser durchdrückt. Wer hinter der Kamera steht, macht sich im Vorfeld Gedanken zum Motiv, ordnet Gegenstände und Personen an und trägt dafür Sorge, dass das Bild ansehnlich ist, wenn es aus der Kamera kommt. Im Idealfall ist das Foto jetzt fertig.

Immer mehr wird es jedoch zur Mode, die Kamera abzulegen um gleich darauf die Maus in die Hand zu nehmen. Am PC erfolgt die Nachbelichtung, es wird zugeschnitten und retuschiert. Dabei lassen sich Stunden mit minimalen Ausbesserungen verbringen, die letztlich ein gutes Foto zu einem perfekten machen. Diese Änderungen sind oft kaum zu erkennen – und genau das ist auch das Ziel.

Manchmal ist die Retusche jedoch gar nicht zu übersehen. In diesen Fällen besteht die Kunst meist nicht in der Fotografie, sondern in der Bildbearbeitung – wie gesagt, zwei unterschiedliche Bereiche. Vor einigen Tagen bin ich auf solch ein Beispiel gleich in zweifacher Weise gestoßen, was ich euch nicht vorenthalten möchte: Hier findet ihr eine Zusammenstellung von beeindruckenden Montagen. Es ist bemerkenswert, was aus “normalen” Fotos alles entstehen kann. Auch das Sonderheft “Photoshop – Die besten Kreativ-Projekte” befasst sich eingehend mit der Bildbearbeitung und erklärt Schritt für Schritt, wie die gezeigten Werke nachzumachen sind.

Mir ist es wichtig, die Bildbearbeitung nicht als bloßes “ich geh da nachher am PC noch mal drüber” ab zu tun. Es bietet viel mehr als nur ein paar Falten auszubügeln oder Hautunreinheiten zu entfernen. Aus meiner Sicht ist die Arbeit mit Gimp, Photoshop oder auch Spielerreien wie dem “MAGIX FunPix Maker”, mit dem übrigens das Titelbild entstanden ist, eine ganz eigene Art von Kunst.

Wie steht ihr zur Bildbearbeitung? Ist sie überflüssig oder wird so vielleicht sogar das Foto verfälscht? Oder nutzt ihr gerne die Möglichkeiten der modernen Technik und holt so das letzte Bisschen aus euren Bildern heraus? Mich würde dabei vor allem interessieren, welche Bildbearbeitungsprogramme ihr benutzt? Ich habe bislang vor allem Lightroom und Gimp verwendet und damit schon gute Erfahrungen gemacht. Allerdings war mir das Ebenen-System bei Gimp (das ja auch bei Photoshop verwendet wird), zuerst etwas suspekt und es brauchte einige Zeit, bis ich mich da eingearbeitet hatte. Zum Glück gibt es ja viele hilfreiche Online-Tutorials bei Youtube :-)

 

 

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