Eine Kamera im Parteihaus der CDU in Berlin in Schwarz-Weiß

Bevor ich überhaupt etwas zu diesem Bild sagen, überlegt doch einmal kurz, wo dieses Foto entstanden sein könnte. Welchen Eindruck macht die Umgebung und was war euer erster Gedanke? Gern könnt ihr dazu was in die Kommentare schreiben, würd mich sehr interessieren. Am Ende des Beitrags werd ich das Rätsel auflösen.

Ob es Bilder von dunklen Gewitterwolken oder bedrohliche Tiere sind, die aus der Froschperspektive fotografiert werden – Bilder von Situationen, in denen man sich nur ungern befindet wirken in schwarz-weiß oft noch intensiver. Ähnliche Assoziationen hatte ich bei diesem Schnappschuss bei einem Rundgang durch Berlin. Vor allem in der aktuellen Debatte um den Überwachungsstaat werden Kameras häufig als ein Symbol von Bevormundung und Unterdrückung gedeutet. Weniger denkt man dabei an Schutz, Sicherheit und Geborgenheit…

Konvertierung in schwarz-weiß

Daten zur Aufnahme
Brennweite: 40mm
Blende: f/11
Verschlusszeit: 1/25 Sek.
ISO: 400

Um das Bild entsprechend bedrohlich wirken zu lassen, reichte aber nicht eine einfache konvertierung in s/w. Das Motiv wurde erst so markant, nachdem ich in Lightroom jeweils die weißen und schwarzen Bereiche intensiviert habe, also den Kontrast verstärkte. Dann noch etwas mehr “Klarheit”, was Details verstärkt, und die düstere Stimmung war perfekt.

Oft ist es sinnvoll, nach der Konvertierung in schwarz-weiß noch etwas mit den Belichtungs- und Kontrastreglern zu spielen. Die meisten Programme wie Lightroom oder selbst das kostenlose Fototool IrfanView konvertieren sehr zurückhaltend und es lässt sich ein viel dynamischeres Foto erreichen, wenn etwas Zeit in die Nachbereitung investiert wird.

Jetzt kommen wir aber zur versprochenen Auflösung des Rätsels: Das Bild zeigt das Parteihaus der CDU im Berliner Regierungsviertel. Hier könnt ihr euch das ganze Gebäude einmal anschauen. Beim Fotografieren stand ich an der linken Ecke.

In meinem Beitrag über Fotolocation in Berlin habe ich schon gezeigt, dass die Hauptstadt viele tolle Motive bereit hält, die sich für Hobbyfotografen durchaus lohnen. Dabei sind nicht nur die verschiedenen Parteihäuser, beispielsweise von der CDU und der SPD – auch die Museen oder das Regierungsviertel sind Locations, die bezaubern. Dabei sollte man die Morgen- und Abendstunden nutzen, da hier das Licht nicht so stark ist und sich der Schattenwurf in Grenzen hält. Fahrt ruhig auch mal raus in die äußen Stadtbezirke wie Marzahn. Dort gibt es viele lohnenswerte Spots, die man auf den ersten Blick nicht erwarten würde. Viel Spaß!

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